Diese Woche stand die Mac-Welt ganz im Zeichen der WWDC Eröffnungs-Keynote: Apple verbesserte die gesamte MacBook/Pro Linie (Preisnachlässe, neues 15” Modell und 13” nun MacBook Pro), gab Einblicke in Snow Leopard, Quicktime X, das iPhone OS 3.0, killte Stand-Alone GPS-Geräte (TomTom für das iPhone!), veröffentlichte Safari 4 und stellte ein neues iPhone vor (iPhone 3GS, S für “Speed”).
Fangen wir mit dem Mac an: Phil Schiller hat die neue Linie Notebooks vorgestellt und hatte einige Überraschung parat: Das 13” Modell ist nun ein MacBook Pro! Das 15” MacBook Pro Modell hat ab sofort eine integrierte Batterie mit bis zu 7 Stunden Batterielaufzeit! Und alle Notebooks, besonders aber das MacBook Air mit SSD, sind günstiger geworden.
Die MacBook Pro Linie besteht nun aus drei Modellen: Das 13” Modell ab 1149€, das 15” Modell ab 1599€ und das 17” Modell für nur noch 2299€. Sowohl das 15” Modell, als auch das 13” Modell verfügen nun über einen SDCard Slot, dafür fällt dann der ExpressCard Slot weg, womit das 17” Modell das Einzige mit einem ExpressCard Slot. Das MacBook Air hat auch ein Prozessorupdate bekommen, und der Preis für das SSD-Modell mit 128GB Festplatte ist um 700€(!) auf 1699€ gefallen. Phil Schiller hat zu Beginn erwähnt, das Apple deutlich mehr Notebooks als Desktops verkauft, und es bleibt ab zu warten in wie weit sich das auf lange Zeit auswirkt.
Zu guter Hardware gehört gute Software: Snow Leopard erscheint im September und ist eine neunzigprozentig verbesserte Version von Mac OS 10.5 Leopard. Apple hat viel Arbeit in die neue Fassung des OS gesteckt; nun sind fast alle wichtigen Programme 64-bit-fähig, Exposé-Funktionalität ist direkt in das Dock eingebaut und QuickTime wurde komplett überarbeitet und heißt nun QuickTime X. Apple hat zusätzlich den Finder “nahezu komplett” neu geschrieben, um bessere Performance herauszuholen. Die Installation soll 45% schneller von Statten gehen und auch der Platz auf der Festplatte soll sich halbieren. Der Preis liegt für Leopard-Nutzer bei $29, normalerweise verlangt Apple für ein OS-Upgrade $129.
Neben dem Mac gibt es ja auch noch das iPhone:
Das iPhone OS 3.0 wurde noch einmal vorgeführt und die wichtigste Neuigkeit war, dass es am 17.Juni erscheint. Die vorgestellten Features sind größtenteils gleich geblieben zum letzten Even: neue APIs für Entwickler, In-App Käufe, globale Suche, Buetooth-konnektivität, etc. Überraschungen gab allerdings auch auch: Tethering, MMS, und FindMyPhone, ein Service für MobileMe, mit dem verlorengegangene iPhones via GPS wieder gefunden werden können. Das Update ist gratis für iPhone-Kunden und kostet $9.95 für iPod Touch Benutzer. TomTom, der bekannte Hersteller von GPS-Geräten, hat eine Anwendung für das iPhone vorgestellt, samt einem Stück Hardware für das Auto.
Das neue iPhone wurde ebenfalls in die Weltöffentlichkeit entlassen, der Name: iPhone 3GS. Das neue iPhone ist nicht nur deutlich schneller als seine Vorgänger, sondern bringt all die Gerüchte, der letzten Wochen in die Realität: Ein digitaler Kompass, eine bessere Kamera(3MP), die auch Videos drehen kann, und, oh, das iPhone kann nun auch mit der Stimme kontrolliert werden! Die Preise blieben stabil bei $199, beziehungsweise $299, allerdings mit mehr Speicher: 16GB/32GB. Das 3G 8GB Modell bleibt am Markt, für $99. Erscheinen soll das Gerät am 19.Juni.
Als letztes gibt es noch einige Kleinigkeiten zu erwähnen:
Apple ist auf dem Weg die grünste Firma am Markt zu werden, jedenfalls wird die “Eco-Friendliness” der neuen Geräte zu jeder Gelegenheit genannt.
Safari 4 ist nicht mehr in Beta, und sollte heute noch Online gehen.
Steve Jobs war nirgendwo zu sehen.
(Danke an die Liveberichterstattung von Macrumors und Engadget!)