Twitter ist das bekannte Social-Netoworking Site, das im letzten Jahr astronomischen Zuwachs fand. Die Wahlen im Iran wurden hier verfolgt. Der Tod von Michael Jackson wurde live betrauert. Kurzum: Twitter kommst nah heran, der “Puls der Weltgeschichte” zu sein. Selbstverständlich kann man Twitter über die gut gelungene Weboberfläche tun, die alle Funktionen abdeckt. Komfortabler geht es mit Anwendungen für den Mac und für das iPhone/iPod touch. Drei der populärsten sind hier vorgestellt.
Anfangen möchte ich mit den Kritikerliebling Tweetie. Tweetie existiert sowohl für den Mac als auch für das iPhone. Während die Macversion immer leicht hinterherhinkt, ist die Anwendung für das iPhone so ziemlich das Nonplusultra der iPhone-Apps zum Thema Twitter. Es bietet die erwarteten Funktionen, wie Tweets posten, inline Photos und Links betrachten, auf Nachrichten antworten, etc. Zusätzlich Aber Tweetie bietet auch einige nicht so Standard-Funktionen: So kann man beispielsweise informative Statistiken zu allen Nutzern abrufen. Anzahl der Tweets/Freunde und Retweets zum Beispiel. Ein weiteres Feature: Kontakte ins Addressbuch zu übernehmen. Der wirkliche Kaufgrund für die iPhone-Anwendung ist aber die Oberfläche, die ein perfektes Beispiel für ein exzellent durchdachtes Interface auf dem kleinen Gerät ist. Meine Lieblingsfunktion: Neue tweets laden via swiping nach oben! Tweetie fürs iPhone kostet 2,39€, die Mac Fassung schlägt mit $29,95 nieder (oder halt Gratis. Dann aber werbefinanziert).
Tweetdeck, der am weitesten verbreitete Twitterclient, gibt es nicht nur für das iPhone und den Mac, sondern auch für jede andere Plattform die Adobe Air (eine Runtime, ähnlich wie Java oder Flash) unterstützt. Tweetdeck geht stilistisch einen anderen Weg als Tweetie. Funktionen, Funktionen, Funktionen: Facebook/LinkedIn/MySpace Integration, Suggested User Lists, Kolumnen für Suchanfragen, Gruppenunterteilung und mehr sind fester Bestandteil von Tweetdeck. Der Preis für Tweetdeck liegt bei mehr als fairen 0€.
Ein weiterer beliebter Client ist Twitterific. Twitterific bietet sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone eine sehr simple Oberfläche, das eine Tätigkeit in den Vordergrund rückt: Das Posten von Tweets. Freifliegend über allen anderen Fenstern, kann Twitterrific immer im Auge behalten werden, ohne wirklich zu stören. Wie auch Tweetie, ist Twitterrific in der freien Version für den Mac werbefinanziert. Die Vollversion kostet $14,95. Für das iPhone gibt es ein paralleles Modell, mit einer Gratisfassung und einer bezahlten Variante für 3,99€.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Keiner der drei genannten Clients bietet Push-Notifications auf dem iPhone an. Man muss als immer wieder den Client seiner Wahl öffnen, um über Nachrichten informiert zu werden. Boxcar schafft hier Abhilfe. Boxcar ist mehr ein Hilfsclient, als ein vollständiges Programm. Was es tut ist simpel: Es sendet Push-Notifications an den Nutzer, der dann seinen Client zur Antwort öffnen kann. Die App an sich ist gratis, ebenso wie die erste Reihe Notifications (z.B. Alle Direct Messages und replies). Jeder weitere Reihe (facebook, spezifische Suche) kann aus dem Programm für 0,79€ direkt erworben werden.
So, das war es dann auch mal wieder. Wer möchte kann den Twitter-Client seiner Wahl gerne in den Comments lassen.