ITunes. Eigentlich sollte nahezu jedem Menschen, der sich in den letzten paar Jahren mit Computern befasst hat, eines der Kernstücke von Apple Inc., ein Begriff sein. ITunes ist ein Medienplayer, eine Bibliothek, ein Unterhaltungstore, ein Businesstool, ein Synchronisationsagent, ein Podcatcher, ein Bildungstool; kurzum: viele Dinge auf einmal! Deswegen möchte ich einen (wirklich sehr) kleinen Einblick in die Funktionen und die Geschichte iTunes geben.
In der Grundkonfiguration, wenn man sich alles andere wegdenkt, ist iTunes ein Programm mit dem man seine Musikdateien sortieren und abspielen kann. Genau mit diesem Funktionssatz nämlich, veröffentlichte Apple iTunes am 9.1.2001 für Mac OS 9. Version 2 brachte den iPod mit sich, 3.0 fügte Intelligente Playlisten hinzu und Mac OS 9 wurde nicht mehr unterstützt; und ab der vierten Fassung existierte der iTunes Music Store und damit auch ein iTunes für Windows. Bis zur fünften Fassung dauerte es nahezu zwei Jahre; an neuer Funktionalität mangelte es dennoch nicht: Mit 4.5 gab es den Apple Lossless Codec, 4.8 brachte es Videounterstützung, mit 4.9 kamen Podcasts dazu. Version 5 gab es nur einen Monat lang und 6.0.2 war Universal Binary, lief also auf Intel und PPC Macs. Lückenlose Wiedergabe, eine komplett neue Oberfläche und Cover Flow waren die großen Features in iTunes 7.Mit Version 7.3 gab es Unterstützung für das iPhone, 7.6 führe Videoleihen für die Staaten ein. Version 7.7 brachte den AppStore mit. 8.0 hatte die Genius-Funktion als Hauptmerkmal und stellte zusätzlich noch die Grid View bereit. Und in der aktuellen Version 9 kann man endlich Musik problemfrei zwischen den eigenen Computern austauschen (Home Sharing), unendlich Genius-Musik genießen (Genius Mixes) und Alben mit “Bonus”-Material bekommen (iTunes LP).
Wie bereits erwähnt ist die Hauptfunktion die Medienverwaltung und die Medienwiedergabe. Dafür gibt es die Mediathek, in der die verschieden Typen einsortiert sind. Wenn man einen nicht nutzt, kann man ihn in den Einstellungen ausblenden lassen. ITunes übernimmt für gewöhnlich die Dateiverwaltung auf der Festplatte und legt dafür einen eigenen Ordner an. (Natürlich kann man auch seine eigen Struktur beibehalten.) Sobald die Dateien in die Mediathek eingetragen sind, können sie beispielsweise in Playlisten sortiert und dann abgespielt werden. Für die Unentschlossenen bietet iTunes mehrere Funktionen an; die Genius-Playlisten, die automatisch Songs zusammenfasst, die aufeinander passen, der iTunes-DJ der Songs zufällig aneinander reiht und Intelligente Wiedergabelisten, die auf Nutzerkriterien basieren.
Um neue Medieninhalte zu iTunes hinzuzufügen, stehen einem mehrere Optionen offen: Musik von CD’s rippen, Podcasts herunterladen, Musik, Filme oder TV-Shows aus dem iTunes Store kaufen oder auch digitale Dateien von der Festplatte einlesen (beispielsweise legale, digitale Filmdateien von nicht kopiergeschützten DVD’s).
Der iTunes Store an sich ist einer der Grundpfeiler von Apples Marktstrategie. Durch den iTunes Store wurde digitale Musik ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens, der iPod ein Erfolg und mobile Computer eine Realität.
Ich habe hier nicht einmal annähernd alles aufgezählt und kann trotzdem den größten Kritikpunkt an iTunes nachvollziehen: Die Anwendung ist zu vollgepackt! Nutzer die nur ihre Musik abspielen möchten werden mit einer Vielzahl Funktionen konfrontiert, die unter Umständen nicht relevant für sie sind. Doch gerade darin liegt meines Erachtens iTunes’ Stärke: Es packt verschieden Aspekte des modernen Medienkonsums in eine elegante Oberfläche und unterstützt so den User in seiner Leidenschaft.
(Dank an Wikipedia, besonders die Timeline, und Apples Seite mit How-Tos)