Das wichtigste Programm für die meisten Nutzer heutzutage ist der Webbrowser. Browser sind die “Gateways” zum Internet und immer mehr der Ort für Applikationen. GMail, Facebook und Twitter werden alle über einen Browser aufgerufen (oder über spezielle Desktopanwendung. Oder iPhone-Apps. Aber das tut gerade nichts zur Sache…). Apple hat mit Safari einen durchaus kompetenten Eintrag in die Liste, aber natürlich gibt es ein Vielzahl von Alternativen. Die wichtigsten möchte ich hier zusammentragen.
Anfangen sollten wir mit dem Browser mit dem zweitgrößten Marktanteil (nach IE), Firefox. Firefox ist zur Zeit in der Version 3.5 erhältlich (3.6 als Beta). Neben der Kompatibilität zu Webstandards, zeichnet sich Mozillas Browser durch seine Erweiterbarkeit aus. Die Software an sich ist OpenSource und damit veränderbar. Zusätzlich gibt es eine äußerst stabile Plug-In Struktur, mit der der Browser beliebig verändert und erweitert werden kann. Firefox ist zu recht der zweitgrößte Browser: Weitestgehend stabil, unendlich veränderbar und angenehm schnell. Version 3.6 ist zwar zur Zeit noch in Beta, dennoch einer der besten Browser die ich je verwendet habe.
Im Zusammenhang mit Firefox möchte ich Camino erwähnen. Camino ist interessant: Dieses Programm basiert auf der Gecko Rendering-Engine, auf der auch Firefox basiert, ist aber speziell an den Mac angepasst. Reflektiert wird das im Interface, das deutlich mehr nach “Mac” aussieht, als Firefox. Camino ist gerade (währende des Schreiben des Artikels!
) in der Version 2.0 erschienen. Wenn man nach einem Browser sucht, der vom Design Safari ähnlich ist, aber die Firefox-Engine nutzt, ist Camino die richtige Wahl.
Opera ist der dritte, große Browser auf dem Mac. Wie auch Firefox (und Safari) ist auch Opera ein Multiplattform-Programm, was beim Design sehr schnell feststellbar ist: Opera sieht anders aus. Opera funktioniert auch anders: Neben dem Browserpart gehört noch eine Menge anderer Funktionen dazu: Ein Torrent-Client, ein E-Mail Client, eine Notiz-Funktion und Widgets, die selbst nach Beenden ds Browsers ausgeführt werden können. Ich kenne nicht viele Leute die Opera benutzen, aber die die es tun, lieben ihn. Opera ist zur Zeit in seiner zehnten Version.
Als letzter Third-Party Browser sollte noch Chrome erwähnt werden. Chrome ist Googles Antwort auf das moderne Web. Für den Mac ist er zur Zeit noch in der PreBeta-Phase (Intel only), aber er hat jetzt schon einen enormen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber fast allen Browsern. Chrome ist simpel gehalten, der Fokus liegt eindeutig auf dem Ausführen von Web-Applikationen, was durch Funktionen, wie dem “Jeder Tab in einzelnen Prozess” (Wenn ein Tab crasht, bleibt der Rest unberührt) verdeutlicht wird.
Natürlich gibt es auch noch Apples eigener Safari, zur Zeit in der Version 4. Safari ist schnell, simpel designed und sehr Standardkonform. Im Gegensatz zu Windows (mit dem Internet Explorer) gibt es zunächst keinen Grund für den Durchschnittsnutzer zunächst von Safari zu wechseln. Firefox ist besser zu verändern (für Safari sind Veränderung nicht einmal vorgesehen), Chrome ist schneller (dafür aber noch in Beta) und Opera ist mehr eine Suite von Applikationen, mit starker Browser-Komponente. Safari ist ein Kompromiss zwischen Features und Geschwindigkeit.
Alles in allem gibt es auf dem Mac starke Browser, die Auswahl fällt schwer. Ich denke es läuft am Ende auf persönlichen Geschmack und Web-Präferenzen hinaus. Jeder Browser hat seine Stärken und Schwächen. Jeder Browser hat seine Eigenheiten. Facebook, Twitter und GMail zeigen sie alle an.