by theonlytom on 7. März 2010
Vor zwei Wochen hatte ich das erste Mal über das Motorola Milestone mit Android geschrieben, und wer nach der nicht unbedingt positiven Beurteilung dachte, ich würde zurück zum iPhone wechseln (was ich auch zuerst dachte), nein, ich benutze immer noch das Android-Handy.
Zunächst einmal sind einige Punkte so viel besser, dass ich mich gar nicht zum iPhone zurück traue, und hier sei noch mal die Geschwindigkeit und das Multitasking erwähnt. Das Android stürzt allerdings öfter ab als das iPhone OS, und ich habe den Eindruck, dass das Milestone auch schneller warm beziehungsweise heiß ist.
Ein großes Problem ist nun auch beseitigt, mittlerweile kann ich Dateien auf das Milestone übertragen. Via Bluetooth hat das nicht geklappt, und über das USB-Kabel erst nachdem ich den Rat in vielen Foren mißachtet habe und die USB-Verbindung “Speicherkarte verwalten” aktiviert hatte (anstatt keine). Vorteil gegenüber dem iPhone: Ich kann nun mit jedem Rechner Dateien auf das Android spielen und muss nicht warten, bis ich wieder an meinem Haupt-Mac bin.
Gut ist auch die MotoNav-Software von Motorola. Zum einen startet sie sehr viel schneller als die Navigon-Software auf dem iPhone, zum andern ist die Navigation mindestens genau so gut, bis auf den Umstand, dass nicht auf Blitzer hingewiesen wird. Auf jeden Fall kann man nebenbei noch andere Sachen machen, zum Beispiel Musik hören. Das geht in der iPhone-Navigon-Kombination zwar auch, aber beide Software-Applikationen haben dann Probleme, vor allem die iPod-Software. Sehr viel dynamischer antwortet die Software auf dem Android. Nur was die MotoNav-Software kosten soll, das bleibt immer noch unbeantwortet auf dem Motorola-Portal.
Und eigentlich habe ich auch keine Lust, schon wieder Geld für eine Navigationssoftware zu bezahlen, schließlich hatte gerade erst 79 Euro für die Navigon-Software auf dem Mac bezahlt. Wann kommt Google Maps Navigation nach Deutschland? Egal, es gibt Hacks, durch die man auch in Deutschland jetzt schon die Software nutzen kann:
Problem: Die Karten sind nur mit einer Internetverbindung abrufbar, d.h., wenn man ins Ausland fährt, kann es sehr teuer werden, wenn man die Software nutzt. Jedes Byte kann da ein paar Cent kosten, was sich schnell läppert. Die Navigation selbst ist rudimentär, die Anweisungen kommen entweder gar nicht oder verspätet, aber einem geschenkten Gaul, der dazu noch Beta ist…
Ich nutze das Milestone also erst einmal weiter, mal sehen, wie das nächste iPhone wird
by theonlytom on 5. März 2010
Vor zwei Wochen hat meine Time Capsule von einem Moment auf den nächsten den Geist aufgegeben. Kein Licht mehr, kein Blinken, nix. Ohne Vorwarnung. Einfach tot. Nach ziemlich genau drei Monaten Betriebszeit. Natürlich hatte ich kein Backup vom Backup, aber Dropbox ist Dein Freund in solchen Situationen, wenn es hart auf hart gekommen wäre.
Gravis musste die Time Capsule einschicken und warnte mich gleich vor, dass es nur ein Ersatzgerät geben würde, was in der Regel innerhalb einer Woche geschehen würde. War bei mir natürlich nicht so, erst heute konnte ich das gute Stück wieder abholen, da Apple nicht liefern konnte. Und was mir der nette Herr von Gravis sagte, beunruhigte mich: Es ist leider keine Seltenheit, dass so eine Time Capsule einfach so den Dienst verweigert. Dann lohnt es sich nicht wirklich, mehr dafür zu bezahlen, wenn das Backup unsicher ist. Gravis repariert Time Capsules auch, allerdings nur, wenn sie außerhalb der Garantie sind; in diesem Fall wären sogar vielleicht die Daten gerettet. So aber macht es mehr Sinn, eine externe Festplatte an die Time Capsule anzuschließen, damit man sein Backup wenigstens behält, wenn das Ding mal wieder eingeschickt werden muss. Und da gab er mir noch den Tipp, dass man mit einer Airport Express auch via TimeMachine backupen könne.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die Seite TimeCapsuleDead.org, auf der für ein paar Monate tote Time Capsules registriert werden konnten. Im Durchschnitt hält eine TimeCapsule 19 Monate und 20 Tage, da lag meine dann wohl eindeutig mehrere Standardabweichungen von entfernt. Im Register kann man dann noch sehen, wie sich Apple verhalten hat bezüglich der toten Time Capsules.
Ich kann nur hoffen, dass ich nun ein neues Modell bekommen habe, in welchem die Green-Modelle der Seagate-Platten verbaut sind. Diese benötigen nicht nur weniger Strom, sondern strahlen auch weniger Hitze aus, so dass das Grundproblem der Time Capsules gelöst sein sollte: Hitze, die die Time Capsules sterben lässt.
by theonlytom on 23. Februar 2010
Ich bin genervt vom iPhone. Ich kann es nicht mehr sehen. Die Batterie ist ein Witz, und mein 3G-Modell ist im Vergleich zum 3GS-Modell einfach nur langsam. Und selbst wenn ich das 3GS-Modell hätte, dann ist es einfach nur nervig, wenn man jede Applikation neu starten muss, wenn man von einer anderen wechseln möchte. Multitasking ist ein Fremdwort für das iPhone. Auch mit der virtuellen Tastatur bin ich stets eher schlecht als recht zurande gekommen, insgesamt schreibe ich sehr viel weniger Mails als früher mit meinem Blackberry, auf dem ich blind tippen konnte.
Nach einer Präsentation bei Google konnte ich einen Blick auf das Nexus One sowie Android werfen, und auch wenn hier nicht alles Gold ist, was glänzt, so haben mich zumindest die Geschwindigkeit sowie das Multitasking begeistert. Das Nexus One ist noch nicht in Deutschland erhältlich, und über 500 Euro für ein Telefon bei eBay zu zahlen finde ich übertrieben. Aber es gibt noch andere Handys auf dem Markt, die bereits Android 2.0 installiert haben. Eines davon ist das Motorola Milestone, welches ich momentan testen kann.
Zunächst einmal: Man kann die beiden Telefone nicht miteinander vergleichen, das iPhone ist ein in sich stimmiges, aber auch geschlossenes System, Android läuft anders als das iPhone OS auf verschiedenen Plattformen und ist eben nicht unbedingt auf diese Plattformen abgestimmt. Das Einrichten des Exchange-Servers war ein Alptraum, und so richtig funktioniert es immer noch nicht. Es hat Ewigkeiten gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie ich die Nachrichtentöne ausschalte, aber immer noch den SMS-Ton habe. Die Tastatur ist nicht mit der eines Blackberry vergleichbar, tippen macht darauf weniger Spass, und ich bin nicht mal sicher, ob ich damit besser tippen kann als mit der virtuellen Tastatur des iPhones (eine virtuelle Tastatur hat Android auch). Übrigens kann Android auch abstürzen. Die Batterielaufzeit ist auch ein Witz. Ich habe es noch nicht geschafft, Musik drauf zu spielen, die mitgelieferte Software ist nur für Windows-Rechner. Das Milestone fühlt sich nicht so gut an wie das iPhone und es sieht klobig aus.
Nun zu den guten Seiten. Es ist schnell. Verdammt schnell. Es reagiert stets auf Eingaben, anders als das iPhone es manchmal tut. Multitasking macht Spaß und spart Zeit. Manche Apps sind sehr viel besser als auf dem iPhone, zum Beispiel die Analytics-App oder die AdSense-App (Negativ-Punkt: Android sagte mir beim Kauf, dass irgendwas mit meinen Daten nicht stimme, aber nicht was… also musste ich meinen Google Checkout-Account auf einem richtigen Rechner konfigurieren). Man kann Videos aufnehmen. Ich mag es, dass das Milestone blinkt, wenn eine neue Nachricht kommt, so wie es der Blackberry auch getan hat. Das Display wirkt besser als das vom iPhone, vor allem ist es größer und hat eine größere Auflösung. Es macht Spaß, mit dem Milestone Aufgaben zu erledigen, auch wenn die Abläufe noch nicht so geübt sind wie auf dem iPhone.
Können die Vorteile die Nachteile kompensieren? Ich weiß es nicht. Ich wünsche mir die Performance von Android auf einem iPhone. Ich habe keine Lust, mir alle Apps noch mal zu kaufen und noch Stunden zu investieren, um den Exchange Server richtig zu konfigurieren. Mobile.me von Apple ist da sehr viel komfortabler. Und macht es Sinn, sich aus der Abhängigkeit von Apple zu entfernen, nur um sich in die von Google zu begeben?
Hat mich Android so begeistert wie damals das iPhone? Nein. Mein erstes iPhone in den Händen zu halten war ein besonderer Moment (wie war das? “Scientology ist eine Firma, die vorgibt, eine Religion zu sein, Apple ist eine Religion, die vorgibt, eine Firma zu sein”, Urheber unbekannt), zu gut war alles durchdacht, alles passte zueinander. Sich jetzt wieder mit solchen Trivialitäten wie Synchronisierung auseinander zu setzen ist ein Rückschritt.
by theonlytom on 8. Februar 2010
Wie jeder iPhone-Besitzer kenne auch ich das Problem mit der suboptimalen Leistung der Batterie. Nun hat man endlich ein Gerät, mit dem man mehr machen kann als nur telefonieren, aber das geht nun mal auf die Batterie, und wenn man mal einen ganzen Tag untwegs ist und am Flughafen Wartezeiten mit Telefonate, E-Mails und anderen Applikationen verbringt, dann ist der Akku schneller leer als einem lieb ist.
Natürlich kann man immer hoffen, dass eine Steckdose irgendwo in der Nähe ist, aber auf deutschen Flughäfen ist das meistens zwecklos, und auch nicht jeder ICE hat am Platz eine Steckdose, von den ICs oder anderen Zügen ganz zu schweigen. Und wenn man sein Netzteil vergessen hat, dann ist sowieso alles vorbei (wobei es immer mehr Leute mit iPhones und iPods gibt, man kann ja mal fragen…).
Abhilfe schafft hier das Raikko MiLi PowerPack
(Affiliate-Link), das ich seit ein paar Monaten mein Eigen nenne. Es ist, anders als andere Batterie-Erweiterungen, die ich gesehen habe, nicht so klobig, da das iPhone reingeschoben wird und sich danach immer noch einigermassen normal anfühlt, wenngleich der Schwerpunkt etwas ungünstig verlagert wird.
Hat man das MiLi PowerPack aufgeladen, dann kommt man definitiv weiter als den einen Tag, den man normalerweise mit dem iPhone hat, wenn man es nicht übermäßig nutzt. Bei meinem Reise- und iPhone-Nutzungsverhalten brauche ich spätestens nachmittags das PowerPack, das dann meist über den Abend hinaus hält. 69 Euro sind nicht gerade wenig, aber in diesem Fall lohnt sich die Investition, da man sich weniger Sorgen machen muss, wie lange die Batterie vom iPhone noch genug Saft hat.
by Pete on 31. Januar 2010
Diesmal habe ich mich richtig schwer getan ein passendes Thema zu finden. In Appleland hat sich nicht viel…Ach, Blödsinn: Nach monatelanger Spekulation, tausenden von “geleakten” Bildern und Spezifikationen hat Steve Jobs am 27.01.2010 endlich das langerwartete Tablet-Gerät vorgestellt. Der Name? “IPad”. Seine Funktion? Eine dritte Kategorie zwischen Mobiltelefon und Laptop schaffen. Das Design? Stark an das iPhone angelehnt.
Das Vorderseite des iPad besteht größtenteils aus einem 9.7” großen Multi-Touch Display. Keine Maus, keine physische Tastatur (nur ein Dock, aber dazu später mehr). Das gerät wird komplett mit den Fingern bedient und soll, laut Steve Jobs, die beste Möglichkeit sein simple Aufgaben wie das Web zu browsen, Photos anzusehen und E-Mails bearbeiten sein. Dazu basiert das iPad auf dem iPhone OS, um komplexere Dinge wie ein Dateisystem komplett vom Nutzer abzuschirmen. Stattdessen setzt Apple hier wieder auf das “Apps”-Prinzip, mit dem schon das iPhone unglaublichen Erfolg einfahren konnte. Apps können Dateien intern speichern und anscheinend wird es auch eine Möglichkeit geben diese zwischen den Apps hin-und-herzuschieben.
Um wirklich den Computer für die Massen zu produzieren, muss das Gerät natürlich auch die wichtigsten Arbeitsaufgaben erledigen können. Apple hat hierfür die komplette “iWork”-Suite für das Touchgerät portiert. “Keynote”, “Pages” und “Numbers” decken Präsentationen, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation ab. Durch ein größeres Display als das iPhone können diese Aufgaben durchaus bequem erledigt werden.
Filme, TV-Shows und Musik sind wie beim iPhone auch sehr ansehnlich auf den Gerät zu begutachten (obwohl das iPad leider über eine Auflösung von 4:3 und nicht 16:9 verfügt.) Zusätzlich hat Apple den “iBooks”-Store und die dazugehörige App angekündigt, mit der in der Zukunft Bücher auf das Gerät geladen werden kann. Steve Jobs hat in der Keynote Amazon benannt, die das Konzept mit dem “Kindle” “pioniert hätten”. Die Unterschiede sind hier eindeutig: Der Kindle verfügt über ein “E-Ink”-Display, mit dem Textseiten mehr wie Papier aussehen und damit weniger anstrengend für die Augen sind. Das iPad hat dafür Farbe, was zum Beispiel bei Lehrbüchern, Comics und Magazinen zum Vorteil wird.
Als Zubehör wurden eine Tasche, eine Dock und ein Tastaturdock angekündigt. Das Tastaturdock ist von besonderem Interesse, mit ihm kann während der Texteingabe der gesamte Bildschirm genutzt werden. Preise für diese Accessories wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben.
Wo wir gerade bei Preisen sind: In den Staaten wird die günstigste Variante $499 kosten. Dafür bekommt man dann Wi-Fi und 16GB Speicherplatz. Für $130 Aufschlag bekommt man dann die Möglichkeit Daten aus einem 3G-Netz zu beziehen, natürlich gekoppelt an einen Tarif eines Netzanbieters ($30 für umlimitierte Nutzung bei AT&T, zum Beispiel). Apple kündigte an, dass die Wi-Fi Varianten in zwei Monaten erscheinen sollen, während die 3G-Geräte noch einen Monat mehr auf sich warten lassen. Internationale Verfügbarkeit der 3G-Fassungen ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar.
Steve Jobs hat das Gerät als “revolutionär” bezeichnet und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Auch wenn es zur Zeit noch viele kritische Stimmen gibt, das iPad ist ein kleiner Blick in die Zukunft. Eine Zukunft in der Computer von jedermann bedient werden können. Und erinnern wir uns doch all mal an die Kritiker zum Start des iPods…
(thenextweb Deutschland hat mehr Informationen)
by theonlytom on 24. Januar 2010
Bevor ich es vergesse: Im Februar wird macophilia 5 Jahre alt. Angefangen hat alles mit einem defekten iBook. Und da ich selbst vergessen hatte, wie macophilia damals aussah, hat ein Blick ins Internet Archive geholfen. Damals lief macophilia übrigens noch mit MovableType…
